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Fritz Wotruba

Wie Kathedralentürme im Bombenhagel

Fritz Wotruba, Stehende (Weibliche Kathedrale), 1946, Sandstein, Kunsthaus Zug, Depositum Stiftung Sammlung Kamm, Zug © Belvedere Wien, Dauerleihgabe der Fritz Wotruba Privatstiftung

Sobald der Krieg zu Ende war, kehrte Wotruba in seine Vaterstadt Wien zurück. Er fand eine wüste Stadt und eine Lebensluft, die ihn lehrten, dass seine bisherigen Ausdrucksmittel zur Darstellung einer veränderten Welt nicht mehr taugten. Was sollte das intakte Menschenbild in einer zerfahrenen, verängstigten, gequälten Umgebung? So waren die Figuren, die wir zwei Jahre nach Kriegsende in seiner Werkstatt zu Gesicht bekamen, verstümmelt wie Kathedralentürme, die im Bombenhagel gestanden waren […] (Zitat Manuel Gasser, 1963).

Wotruba schuf unter diesen Eindrücken 1946 die Steinskulptur mit dem Titel Stehende. Auch als Weibliche Kathedrale bekannt, ähnelt sie in ihren Eigenschaften dem 1945 zerstörten und ausgebrannten Stephansdom. Der Stein zeugt von Verstümmelungen und Verletzungen. Er stellt einen Wendepunkt in der Kunst von Fritz Wotruba dar. Die menschliche Form der Skulptur bleibt, doch wird sie von nun an verfremdet. Arme und Gesicht scheinen zerstört. Bei der Stehenden verzichtete der Bildhauer auch auf glatte Oberflächen. Stattdessen schlug Wotruba tiefe Rillen in den Sandstein, massakrierte die Oberfläche, so als wäre auch sein Stein dem Bombenhagel ausgesetzt gewesen.